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Amazon/AWS präsentiert DeepComposer Keyboard

AWS (Amazon Web Services) hat DeepComposer auf einer Präsentation mit den Worten "The world's first musical keyboard powered by Generative AI" vorgestellt. Mit DeepComposer spielt man beispielsweise eine Melodie ein, die in der Cloud durch die künstliche Intelligenz (KI) anschließend zu einem Song ergänzt wird (Video: ab 7:50 Min.). In Sekundenschnelle bekommt man einen mehr oder weniger fertigen Track zurück. Anhand des Beispiels im Video ist allerdings zu erkennen, dass hier noch sehr viel Luft nach oben ist – klang- sowie kompositionsseitig.
Praktisch ist, dass die von der KI generierten Patterns sowie die eingespielte Melodie als MIDI-Dateien in eine beliebige DAW exportiert und damit bearbeitet werden können.

AWS DeepComposer
DeepComposer kann mit einem Hardware- oder dem integrierten virtuellen Keyboard der Software gespielt werden. Foto: Amazon

Das USB-MIDI-Keyboard bietet 32 anschlagsdynamische Tasten, drei Drehknöpfe, elf Funktionstasten sowie ein Pitch- und ein Modulation-Wheel.

DeepComposer wird ab Anfang 2020 vorerst nur in den USA zu einem Preis von $99 (ca. 90€) verfügbar sein. Für die Nutzung der Software fallen übrigens zusätzliche Kosten an. Wer neugierig ist, kann diese für 30 Tage kostenlos testen.

Zu schön um wahr zu sein?

Sehen wir uns die Neuheit genauer an:

Das DeepComposer Keyboard, also die Hardware an sich, ist tatsächlich das AKM322 MIDI-Keyboard von MIDIPLUS. Amazon selbst verkauft dieses für knapp 58€. Theoretisch kann die Technologie mit jedem MIDI-Keyboard betrieben werden – oder auch gänzlich ohne, da die Software ein virtuelles Keyboard zur Verfügung stellt.

Die angebliche Weltneuheit "powered by Generative AI" ist keine. Es gibt bereits seit Jahren diverse Angebote von KI-Komponisten – zum Beispiel Aiva – die sowohl ein Klangbett für die Melodie des Musikers, als auch komplette Songs kreieren. 

Jetzt bin ich verwirrt...

...wir auch! Laut AWS ist DeepComposer vor allem als Lernhilfe für Entwickler gedacht. Doch egal ob Entwickler, Musiker oder Musikproduzent, der Nutzwert des Produkts bleibt fragwürdig. Vielleicht wird es ja mit einer ausgereifteren Technologie zu einem späteren Zeitpunkt doch noch zum Hit.

Weitere Infos: AWS

Tags: Keyboard

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