Test: Magix Music Maker 2016 Live Performer

Mit dem Music Maker 2016 Live Performer will Magix eine Lösung für Einsteiger bieten, mit der man ohne große Einarbeitung und Vorkenntnisse intuitiv in die Welt der Musikproduktion eintauchen kann.

Mit dem Music Maker 2016 Live Performer will Magix eine Lösung für Einsteiger bieten, mit der man ohne große Einarbeitung und Vorkenntnisse intuitiv in die Welt der Musikproduktion eintauchen kann.

Anders als beispielsweise Cubase, Logic und Pro Tools richtet sich der Musik Maker 2016 Live nicht primär an Nutzer professioneller Audio-Software. Stattdessen werden Einsteiger sowie Nutzer, die sich unter anderem leichte Bedienbarkeit und schnelle Ergebnisse wünschen, an die Hand genommen. Das macht sich schon im Lieferumfang bemerkbar.

Ausstattung

Neben dem Music Maker selbst beinhaltet das Paket auch ein Controller-Keyboard. Bei diesem handelt es sich um das Launchkey Mini von Novation, welches 16 mehrfarbig beleuchtete, anschlagsdynamische Pads sowie 25 Mini-Tasten bietet. Diese sind allesamt gut spielbar, auch wenn man in dieser Preisklasse natürlich keine Verarbeitung wie bei High-End-Geräten erwarten darf. Die Bedienelemente des Controllers setzen sich aus acht Drehreglern – die leider relativ kurz ausgefallen sind – je zwei Track-, Octave- und Scene- sowie einem Hold-Button zusammen. Hevorzuheben sind die geringen Abmessungen, die für Kompaktheit sorgen und so das Gesamtkonzept betonen: Musikproduktion wo und wann man möchte. Hat man den Sequenzer installiert und wirft einen Blick auf die Reiter Soundpools und Instrumente, springt einiges an Content ins Auge. Neben Loops aus sechs verschiedenen Styles werden auch noch einige virtuelle Instrumente mitgeliefert. Darunter befinden sich Akkordion, Chor, Banjo, Piano, diverse Synths und vieles mehr. Diese lassen sich auch bequem innerhalb der DAW durch einen „Mehr…“-Button erweitern.

Die virtuellen Live-Pads können via Preset oder per Hand gefüllt und anschließend mit Tastatur, Controller oder App getriggert werden.

Der Sequenzer

Der Magix Music Maker 2016 Live bietet ein aufgeräumtes Interface, in dem man sich schnell zurechtfindet. Aufgebaut ist das Ganze nach einem Baukasten-Prinzip, durch das sich die einzelnen Elemente einfach per Drag and Drop einfügen und verschieben lassen. So kann man schnell Loops aus dem Soundpool ins Arrangier-Fenster ziehen und auf diese Weise seine ersten Versuche starten. Für ein wenig Inspiration kann man einen Blick in den Reiter „Vorlagen“ werfen, wo sich einige Presets für Effekte, Live Pads, Visuals und mehr befinden. Apropos Visuals: Diese lassen sich ganz einfach in das Arrangement einbinden, wodurch Video-gestützte Live-Performances auch für Laien kein Problem darstellen. Wählt man den Reiter „Inspektor“, hat man die Möglichkeit ausgewählten Objekten verschiedene Effekte hinzufügen. Alternativ kann das auch in der Spur selbst unter „FX“ geschehen, wo einige Presets sowie das Spur Audio FX Rack zur Verfügung stehen. Wählt man über die Menüleiste „Effekte“ – „Song Maker“, kann man sich einen komplett arrangierten Song erstellen lassen, der beispielsweise als Basis für eigene Kompositionen dienen kann. Durch einen Klick auf den „Live”-Button erscheinen die virtuellen Live-Pads. Diese können Sie nach belieben mit verschiedenen Loops und Audio-Events füllen und dann via Tastatur, Controller oder App triggern.

Der Song Maker erlaubt das Erzeugen vollständiger Songs nach eigenem Geschmack.

Fazit

Durch das Paket aus Soft- und Hardware bietet Magix ein gelungenes „Out of the Box“-Erlebnis, bei dem Neueinsteiger ohne Vorwissen und mit geringer Einarbeitungszeit zu ordentlichen Ergebnissen kommen können. Gegen DAW-Veteranen wie Cubase oder Logic muss sich der Live Performer in Puncto Funktionsumfang leider geschlagen geben, jedoch ist das gar nicht der gewünschte Ansatz. Es soll der Einstieg in die Welt der Audioproduktion und Live-Performances erleichtert werden, was mit einem fairen Preis von 200 Euro durchaus gelungen ist.

Magix Music Maker 2016 Live Performer
Vertrieb/Internet: www.magix.com
Preis (UVP): 200 EUR
Pro/Contra:
+ intuitives „Out of the Box"-Erlebnis
+ umfangreicher Software-Content
+ geringe Einarbeitungszeit