Erfahrungsbericht: Klavier lernen mit Piano-Revolution

Hinter Piano-Revolution steckt Manu, ein sympathischer Franke, der seinen Nutzern in kurzen und verständlichen Videos beibringen möchte, wie man modernes Poppiano ohne Noten spielt.

Hinter Piano-Revolution steckt Manu, ein sympathischer Franke, der seinen Nutzern in kurzen und verständlichen Videos beibringen möchte, wie man modernes Poppiano ohne Noten spielt.

 

Begrüßt wird man auf der Website mit folgendem Satz: „Egal, ob du bislang nur Grundkenntnisse am Klavier hast, oder schon jahrelang nach Akkorden Piano spielst – in unserer ständig wachsenden Videolibrary ist garantiert etwas für dich dabei!“ Als gelegentlicher Klavierspieler abseits von einhändig gespielten Synthlines und ohne umfassendes Know-how, was Noten- oder Harmonielehre betrifft, scheine ich zur Zielgruppe zu gehören. Ich habe mir das Ganze genauer angesehen.

 

Das Grundlegende zuerst

Zum Testzeitpunkt stehen dem Nutzer 7,5 Stunden Videomaterial für knapp 15 Euro monatlich im „All-Access-Abo“ zur Verfügung – dieses ist jederzeit kündbar. Die Videos sind zwischen drei Minuten und einer viertel Stunde lang. Hier handelt es sich um eigenständige Clips und ganze Reihen, die auch einzeln für drei bis 40 Euro gekauft werden können. Thematisch deckt Piano-Revolution tatsächlich eine große Bandbreite ab: von den Basics über Tutorials zum Spielen einzelner Songs und Genres bis hin zu Rhythmen, Harmonielehre und Licks.

 

Klavier lernen leicht gemacht?

Das erste Video meiner Wahl heißt „Harmonie 101“, ist mit dem Schwierigkeitsgrad „Anfänger“ gekennzeichnet und dauert knappe 13 Minuten. Nach dem Einschalten werde ich von Manu begrüßt, der vom ersten Moment an sehr locker und kompetent erscheint. Nach einer kurzen Einleitung geht es dann auch schon los: Tonleitern, Intervalle, Kadenzen – all die trockene Theorie, die für die meisten zum unangenehmen Teil des Musikmachens gehört. Auch wenn es nicht das aufregendste Thema ist, empfinde ich jedoch keine Langeweile. Im Gegenteil: Die Inhalte sind knackig und interessant aufbereitet und über die komplette Länge des Videos visuell dargestellt (inklusive eingefärbter Tasten und Vogelperspektive – danke!).

 

Das Resultat

Bei den Videos steht nicht die Theorie an sich im Vordergrund, sondern viel mehr das Verständnis, wie Töne interagieren, warum etwas klingt, wie es klingt, und wie man dieses Verständnis für sein eigenes Spiel nutzen kann. Nach ein paar Stunden mit den Clips und dazwischen liegenden Probierphasen und Pausen kann ich tatsächlich schon die ersten Erfolge verzeichnen. Ich merke, wie mir das Aneinanderreihen von Noten und Akkorden leichter fällt und sich das positiv auf mein improvisiertes Spiel auswirkt. Ich wandere ab von gewohnten Pfaden, probiere neue Spielverläufe aus und erwische seltener die „falschen“ Tasten. 

 

Revolutioniert Piano-Revolution das Klavier lernen?

Manch einer wird sich nun die durchaus berechtigte Frage stellen: „Warum soll ich für etwas bezahlen, das ich kostenlos auf YouTube und Co. bekommen kann?“
So naheliegend diese Frage auch ist, so einfach ist die Antwort: Hier wird Qualität geboten. Das soll nicht heißen, dass YouTuber prinzipiell einen schlechten Job machen, jedoch überzeugt Piano-Revolution durch ein komfortables, schlüssiges Gesamtkonzept. Die Videos sind rundum verständlich und sehr gut produziert, über Live-Streams können die Nutzer Fragen stellen und der Preis ist mit knapp 15 Euro monatlich angemessen. Eine Revolution? Nein. Empfehlenswert? Definitiv!

Wer nun Lust bekommen hat, kann hier eine 14-tägige Testphase starten.