Musikmesse Frankfurt 2013
Donnerstag, der 14. März 2013


Die Frankfurter Musikmesse 2013 rückt langsam näher, und für Privatbesucher haben wir eine gute Nachricht: Erstmals gibt’s zwei Besuchertage, und zwar am 12. (Freitag) und 13. April (Samstag). Wir sprachen mit dem Direktor der Musikmesse Wolfgang Lücke.

Die Musikmesse Frankfurt kündigt ein „beeindruckendes Rahmenprogramm“ auf ihrer Homepage an. Was können die Besucher erwarten?

Wolfgang Lücke: Die Musikmesse ist neben der Funktion als Business-Event der perfekte Ort, um Musik live zu erleben. Auch 2013 werden im großen Festivalzelt auf der Agora im Halbstundentakt Bands und Künstler live zu erleben sein. Bestätigt sind bereits Jordan Rudess, We Butter The Bread With Butter, Flo Dauner, Roland Peil oder Horacio „El Negro“ Hernandez, Jeff Berlin und Kazumi Watanabe. Auf der Acoustic Stage spielen Künstler aller Sparten und Instrumente in kleinerem Rahmen Akustiksets. Auch hier stehen die ersten Acts bereits fest: Kosho, Robert C. Blank und Dianji Estévez Caraballo. Auf der Accordion Stage in Halle 4.1, die erstmals 2013 steht, können die Besucher Stars am Akkordeon live auf der Bühne sehen und hören. Unter anderem spielen hier: Matthias Matzke, Vicenzo Abbracciante und Antonino de Luca oder Nebl & Nebl. Hinzu kommen viele Veranstaltungen in der Stadt, so beispielsweise das Festival „Women of the World“ und verschiedene Konzerte in den Frankfurter Clubs.

Was ändert sich auf der Musikmesse 2013 im Vergleich zu den Vorjahren?

Wir haben einige Veränderungen an der Hallenbelegung vorgenommen. So sind die Holz- und Blechblasinstrumente in Halle 4.1. zu finden, wo es auch ein eigenes Areal für Harmonika-Instrumente gibt. Die Zupf- und Streichinstrumente präsentieren wir diesmal in Halle 3.1. Wir versuchen so, die Aussteller in den Hallen rund um die Agora zu gruppieren und die Wege für die Besucher zwischen den Hallen zu verkürzen. Wir erhoffen uns durch diese Änderung verstärkte Aufmerksamkeit für die Zupf- und Streichinstrumente sowie die Holz- und Blechblasinstrumente.

Rechnet ihr – hinsichtlich des zusätzlichen Besuchernachmittags am Freitag – mit einem größeren Aufkommen an Privatbesuchern?

Mit der Öffnung des Freitagnachmittags versuchen wir zum einen die Situation am Samstag zu entzerren. In manchen Hallen ist es am Samstag doch sehr voll, was ein Ausprobieren der Instrumente erschwert. Zusätzlich sprechen wir mit dem Freitagnachmittag gezielt Kinder und Jugendliche an, die nach der Schule die Musikmesse besuchen wollen. Mit einem Ticketpreis von fünf Euro für Kinder bis 14 Jahre bieten wir ein attraktives Angebot. Aber der Freitagnachmittag hat auch als After-Work-Event für die Menschen in der Region seinen Reiz.

Die Musikmesse will verstärkt gegen die steigende Marken- und Produktpiraterie in der Musikbranche vorgehen. Wie sieht hierzu das Konzept aus?

Wir arbeiten schon lange mit den Ausstellern und den Behörden eng zusammen. Viele Plagiate schaffen es nicht bis zur Messe und werden vorher schon vom Zoll beschlagnahmt. Die Messe Frankfurt betreibt mit dem Programm Messe Against Copying schon seit Jahren Informationsarbeit, wenn es um das Thema Messen und Plagiate geht. Zusätzlich gibt es natürlich Kontrollen durch den Zoll vor Ort auf dem Messegelände. Hier sind wir auf einem guten Weg, denn die Beanstandungen gehen jedes Jahr zurück.

Was hält die Musikmesse für Kinder und Jugendliche bereit? Lohnt sich ein Besuch für Familien mit Kindern?

Neben dem Freitagnachmittag, mit dem wir gezielt Kinder und Jugendliche ansprechen, ist der Publikums-Samstag natürlich der Tag für Familien auf der Musikmesse. Mit unserer Mitmach-Ausstellung Music4Kids bieten wir Kindergarten- und Schulkindern an den beiden Vormessetagen und während der Messe die Möglichkeit, Musikinstrumente in einer nach pädagogischen Kriterien konzipierten Ausstellung auszuprobieren. Während der Messewoche besuchen rund 8.000 Kinder Music4Kids. Für uns ist diese Investition lohnenswert.

Autor: Lukas Freitag
 




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